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Werner Krone

Kleine Anfrage "Anschaffung Straßenbahnen"

Vorbemerkung:

Der Betrieb der Busse und Bahnen der HEAG mobilo wurde im letzten Jahr mit mehr als 20 Millionen Euro aus dem ordentlichen Haushalt der Stadt Darmstadt unterstützt. Diese finanzielle Deckung befindet sich in Übereinstimmung auch mit unserem politischen Willen.

Andererseits aber ist eine Auskunftspflicht zu allen Fragen zu erwarten, welche Betrieb und natürlich auch die Beschaffung der Fahrzeuge betreffen. Schließlich werden auch neue Fahrzeuge aus dem Verkehrsunternehmen, aber vor allem mit öffentlichen Mitteln finanziert. Wenn also Fragen nach Verbräuchen gestellt werden, hat das etwas mit der Finanzierung neuer Fahrzeuge, deren Bauart und schließlich mit übergeordneten Zielen wie einer nachhaltigen Wirtschaft zu tun.

Solche Fragen übergeordneten Interesses können nicht mit dem Hinweis auf das „operative Geschäft der HEAG mobilo GmbH“ und dass sie „nicht im Zusammenhang mit Beteiligungsbefugnissen des Magistrats“ stünden.

Vielmehr haben Stromverbräuche von Straßenbahnen sehr wohl mit Verwendung städtischer Mittel und der Überwachung des Magistrats zu tun. Sie sind durchaus nicht „interne Vorgänge der GmbH“.

Hinzu kommt, dass Stromstärken als Grund genannt werden, die Fahrleitungen der Straßenbahnen netzweit verstärken zu wollen. Die ist Gegenstand früherer und aktueller Planfeststellungen. Im Zusammenhang mit angeblich alternativloser massiver Ausrüstung mit Masten statt vorhandener Aufhängung an Häuserwänden ist dies ein in der Stadtgesellschaft umstrittenes Vorgehen.

Daher werden die folgenden Fragen der Kleinen Anfrage „Stromverbrauch der Straßenbahnen senken“ noch einmal gestellt und durch weitere Fragen ergänzt.

 

In der Sitzung des Bauausschusses am 31.1.2018 hat HEAG mobilo dann doch einige Fragen teilweise beantwortet, wobei die Antworten aber neue Fragen erfordern:

https://darmstadt.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=ni_2018-Bau-72&suchbegriffe=Super+Caps&select_koerperschaft=&select_gremium=&datum_von=2006-01-11&datum_bis=2020-12-10&entry=0&sort=&kriterium=si&x=16&y=9

(Anlage zu TOP 17)

 

Ich frage den Magistrat:

1. Wie hat sich die Energierückgewinnung der Straßenbahn durch Rückspeisung in den letzten beiden Jahrzehnten ausgewirkt?
Hilfreich wäre eine Gegenüberstellung von jährlichen Betriebsleistungen (Betriebs-km) und Stromverbrauch des Straßenbahnbetriebes (möglichst ohne Werkstätten).

2. Da die Rückgewinnung von der Größe der Speiseabschnitte abhängt: Welchen Umfang haben diese Speiseabschnitte und wie viele Straßenbahnzüge befinden sich überschläglich in einem Abschnitt (möglichst mit Plan)?

3. entfällt

4. Ist für die neue Straßenbahngeneration der Einbau von Kondensatoren („Super-Caps“) zumindest als Möglichkeit berücksichtigt?

5. Mit welchen Stromstärken werden die Fahrleitungen durch Stromrückgewinnung beim elektrischen Bremsen beaufschlagt?

6. Welche Zusatzaggregate in den Straßenbahnen bedingen welche Stromstärken?

7. Welche Stromstärke haben die Heizungen in den alten Baureihen?

8. Welcher Beschleunigungswert wird für das Anfahren angestrebt?

9. Welche Beschleunigung ist bei einer Beschränkung auf einen Spitzenstrom von 600 A möglich?

10. Wer hat bisher über die Beschaffung von 14 neuen Straßenbahnfahrzeugen entschieden und wie weit ist dieser Vorgang?

11. Gab es ein Nachdenken darüber, auf Klimaanlagen zu verzichten? Falls ja, welche Argumente gaben den Ausschlag?

12. Wie hoch sind die geschätzten Kosten für die netzweite Verstärkung der Fahrleitungen, wie hoch eine Ausrüstung der bestehenden Flottengröße mit Supercaps?