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Linksfraktion

Antrag "Bahnböschungen"

Bahnböschungen als Teil der Landschaft gestalten.

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:


Der Magistrat wird beauftragt, für die Bahnböschungen im Stadtgebiet von Darmstadt
zusammen mit der Deutschen Bahn ein Konzept zu entwickeln und als Teil des
Landschaftsplans sowie möglichst als vertragliche Vereinbarung mit der Deutschen Bahn zu
beschließen.

 

Begründung:
Unser Stadtbild wird zunehmend beherrscht von Mauern und Asphalt, Glas- und
Betonfassaden. Umso dringender sind alle Maßnahmen, Zwischen- und Restflächen für ein
Zurückholen von natürlichem Bewuchs zu nutzen, der Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten
bietet, die auch in freier Feldflur verschwunden sind.
Zu diesen Möglichkeiten zählen die in ihrer Summe umfangreichen Böschungen der
Bahnanlagen. Die Pflege der Bahnränder wird seitens der Bahnvorrangig betriebstechnisch
gesehen: Freihalten der Trasse von stürzenden Bäumen, Wahrung des Lichtraums. Das dürfen
aber in einem Stadtgebiet keinesfalls die einzigen Gesichtspunkte bleiben. Die Wahl der
Pflanzen, ihre Wuchsform und ihre Pflege müssen fachlichen Ansprüchen genügen. Sie müssen
einerseits dem Bahnbetrieb, andererseits einer Nutzung als Teil der Kulturlandschaft auch für
die Artenvielfalt gerecht werden. Hierbei sind heimische Gehölze vieler Arten zu bevorzugen.
Für Rückschnitte, vorzugsweise „Setzen auf den Stock“ eine Handbreit über dem Boden alle
10-15 Jahre unter Aussparen zu beobachtender Überhälter (Einzelbäume) sind eine Drittelung
der zu behandelnden Abschnitte und eine maximale Abschnittlänge zu vereinbaren. Als 2 m
breiter Saum und für schmale Böschungen sind krautige Pflanzen vorzusehen, die alle 3 – 5
Jahre gemäht und die keinesfalls „geschlegelt“ werden dürfen.
Es ist ein Rahmen für Aufwuchs und Pflege einvernehmlich zwischen der Wissenschaftsstadt
Darmstadt und der Deutschen Bahn zu entwickeln und dann möglichst vertraglich zu
vereinbaren.