Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Linksfraktion

Antrag "Lichtsignalanlagen"

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:


Der Magistrat wird beauftragt, für die Lichtsignalanlagen (LSA) in Darmstadt untersuchen zu
lassen und eine Vorlage zur Nach- bzw. Umrüstung zu erstellen für die:


- Verkehrstechnische Überprüfung, welche Anlagen mit einer Grünzeit-Anforderung für
Fußgänger /Radfahrer als so genannte Bettelampeln ausgerüstet sind und ob der
Rückbau der Anforderung in Frage kommt;


- Verkehrstechnische Überprüfung, für welche Anlagen eine getrennte Signalisierung für
Fußgänger und Radfahrer wegen großer Räumzeit-Unterschiede sinnvoll ist und deren
Nachrüstung;


- Nachrüstung aller LSA und Fußgängerschutzanlagen mit Auffindesignal (Tackerton),
soweit noch nicht vorhanden;


- Nachrüstung von Fußgängerüberwegen mit taktilen Elementen und akustischen
Freigabesignalen für die Grünphase als akustische Leuchttürme, anzufordern mit
Taster, diese versehen mit vibrierendem Richtungspfeil für die Fußgängerfurt und
erhaben geprägten Zusatzinformationen zu Mittelinseln und Gleisen, sofern noch nicht
vorhanden;


- Nachrüstung von vorhandenen gelb blinkenden Warnsignalen für das Queren eines
Fußgängerüberweges durch Bus/Straßenbahn (angewendet bei eigenem Bahnkörper
und geteilten Fahrbahnen) mit zusätzlichem sich unterscheidendem akustischen
Zusatzsignal.


Begründung:
Im Stadtgebiet ist eine Reihe von Lichtsignalanlagen mit Programmen ausgestattet, welche
eine Grünphase für Fußgänger, durch Signalbild auch für Radfahrer nur nach Betätigung einer
Taste schalten. Dies kann durchgehend oder nur in Schwachverkehrszeiten wirksam sein.
Die jeweiligen Gründe sind nicht nachzuvollziehen. Die Schalter für die Grünanforderung
irritieren den Passanten, der nicht weiß, ob die Betätigung notwendig ist oder nicht.
Gerade das Überqueren von Straßen ist für Blinde und Sehbehinderte mit Gefahr verbunden.
Es gibt hierzu ausgeklügelte technische Einrichtungen, die aber möglichst einheitlich im
Stadtgebiet eingebaut sein sollten.
Eine akustische Unterstützung des bei geteilten Fahrbahnen verwendeten gelb blinkenden
Warnlichtes bei Annäherung von Bus oder Straßenbahn würde auch für Sehende die Sicherheit
erhöhen.
Bei einer Begehung mit Blinden und Sehbehinderten wurde festgestellt, dass bei
Bordsteinabsenkungen an Überwegen keinesfalls auf Null abgesenkt werden darf, sondern eine
Resthöhe von ca. 3 cm für das Ertasten verbleiben muss.
Zum Thema eine schnelle Einführung in
http://unbehindertmobil.de/normen32981_juni2018.pdf

 

Der Antrag wurde angenommen.