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Haushaltsantrag "Förderprogramm Stärkung der Kulturarbeit in der Corona-Krise"

in der StaVo vom 3.12.2020

Beantragt wird die Einrichtung eines Förderprogramms zur Unterstützung 400.000 Euro der Kulturarbeit während der Corona-Krise

Die bereit zu stellenden Mittel werden aufgeteilt in einen Struktur-und einen Projekt-Fonds. Wenn einer der beiden Fonds nicht ausgeschöpft wird, können die Restmittel in den anderen Fonds übertragen werden.

Der Struktur-Fonds schreibt die Initiative aus Vorlage 2020/0138 für den Bereich der Kultur fort. Er dient dazu, durch das erneute Herunterfahren des Kulturbetriebs entstandene finanzielle Notlagen von Kultur-Institutionen, -vereinen oder -initiatiativen abzuwenden oder zu mildern. Er wird mit Mitteln in Höhe von 100.000 Euro ausgestattet.

Der Projekt-Fonds dient der Unterstützung der Lebenshaltung von in Darmstadt lebenden und praktizierenden Künstlerinnen und Künstlern. Sie sollen finanziellen Spielraum bekommen, um neue Ideen auszuarbeiten oder Konzepte zu entwickeln. Diejenigen, denen durch die Corona-Beschränkungen die Einkommensquellen weitgehend weggefallen sind, sollen bevorzugt berücksichtigt werden. Die Mittel werden eingesetzt zur Vergütung von Online-Projekten oder als Stipendium für die Vorfinanzierung von künstlerischen Initiativen, die zur konkreten Umsetzung kommen können, wenn die Lage Kulturveranstaltungen wieder zulässt. Insbesondere förderungswürdig sind die Entwicklung neuer kreativer Ansätze der Kunstvermittlung sowie Themenstellungen, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie befassen.

Für den Projekt-Fonds stehen Mittel bis 300.000 Euro zur Verfügung. Die Antragstellung erfolgt aufgrund eines Projekt-Exposés niedrigschwellig und ohne Überprüfung der finanziellen Bedürftigkeit. Das Stipendium soll 1000 Euro/Monat betragen und auf drei bis sechs Monate angelegt sein. Die gemeinsame Arbeit mehrerer Personen an einem Projekt ist möglich. Die Empfängerinnen und Empfänger dokumentieren die durch das Stipendium ermöglichte künstlerische Arbeit in Form eines Berichts und erklären sich bereit, die Arbeitsergebnisse in Darmstadt umzusetzen. Im Falle von Online-Projekten präsentieren sie diese ohne zusätzliches Entgelt, ggf. mit technischer Unterstützung der Stadt.

Zur Umsetzung des Programms erstellt der Magistrat bis zum Jahresende auf der Grundlage dieser Rahmenbedingungen konkrete Förderrichtlinien.
 

Begründung

Die ohnehin knappen Corona-Hilfen für die Kultur kommen bei den freien Künstlerinnen und Künstlern nicht an, da sich die Hilfsprogramme auf den Erhalt der Kultureinrichtungen orientieren. Die Solo-Selbstständigen werden nun seit Monaten auf die Grundsicherung für Arbeitssuchende verwiesen. Kurzarbeit kommt für Kulturschaffende nur in wenigen Fällen in Frage. Die Mittel des Projekt-Fonds sollen den Betroffenen finanziell über die Krise helfen und gleichzeitig das Fundament für den Neustart der freien Kulturszenen nach dem Ende der Corona-Beschränkungen schaffen.

Beispiele für förderungsfähige Projekte sind Online-Auftritte, -Ausstellungen oder -Kurse, die Formatentwicklung und Recherche für künftige Projekte, Erstellung von Manuskripten, Drehbüchern oder Kompositionen.

Bei einer durchschnittlichen Förderdauer von vier Monaten könnten bei einer Stipendienvergütung von 1000 Euro 75 Personen gefördert werden.

Dieser Vorschlag orientiert sich am nordrhein-westfälischen Stärkungspaket „Kunst und Kultur". Die Stadt Nürnberg hat ein Corona-Sonderprogramm aufgelegt, das kulturelle Projekte von freien Künstlerinnen und Künstlern unterstützt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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