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Antrag "Leitbild Wasser"

Leitbild Wasser für die Stadt Darmstadt entwickeln

ie Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, unter dem Namen „Leitbild Wasser“ ein kommunales
Wasserkonzept zu erstellen.
Gegenstand soll Wasser in allen Erscheinungs- und Bedarfsformen sein, als Oberflächenwasser,
als Grundwasser, als Trinkwasser, als Brauchwasser, als Wasser für Brunnen und
Luftbefeuchtung, zur Versorgung von Bäumen, als Abwasser und zur Infiltration.
Anstoß für ein solches Konzept ist das Leitbild für ein Integriertes Wasser-ressourcen-Management
Rhein-Main (IWRM), auf den Weg gebracht durch das Hessische Ministerium für Umwelt,
Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das kommunale Wasserkonzepte zur
Sofortmaßnahme erklärt, umzusetzen innerhalb von zwei Jahren.
Begründung:
Der Klimawandel stellt Städte und Gemeinden vor neue Aufgaben. Aus aktuellem Anlass
machen Starkregen-Ereignisse und die Bedrohung der Stadtbäume und der Wälder erhebliche
Sorge. Dem ist mit einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser, mit Verwendung
von Regen- und Brauchwasser, Rückhaltungen und eigenen Netzen, für das Stadtklima mit
mehr Bepflanzungen und Wasserflächen zu begegnen.
Das „Leitbild“ führt die Klimaprognosen folgende Entwicklungen auf, die Einfluss auf das
Wasser haben (Auszug):
Temperaturentwicklung: Derzeit wird ein Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um mehr
als 3 °C bis zum Jahr 2100 und eine starke Zunahme der mittleren Tagesmaximaltemperatur
prognostiziert.


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Verteilung Jahresniederschläge: Bei etwa gleichbleibender bzw. nur sehr leicht zunehmender
Jahresniederschlagssumme nimmt das winterliche Niederschlagsaufkommen zu (insbesondere
aufgrund von mehr Starkregenereignissen. Durch die höheren Temperaturen wird der
winterliche Niederschlag vermehrt als Regen und nicht mehr als Schnee fallen.
Die Niederschlagssumme im Sommerhalbjahr wird tendenziell abnehmen. Insgesamt ist mit
einer erhöhten Variabilität (Dauer, Häufigkeit, Intensität) der Niederschläge zu Trockenphasen
und Hitzetage: Heiße Tage, d. h. Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur bei 30 °C oder
mehr liegt, werden in Zukunft deutlich häufiger auftreten. Auch die Anzahl von heißen
Trockenperioden (Dauer >20 Tage, Tageshöchsttemperaturen > 25 °C) nimmt zu rechnen.
Trockenphasen und Hitzetage: Heiße Tage, d. h. Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur
bei 30 °C oder mehr liegt, werden in Zukunft deutlich häufiger auftreten. Auch die Anzahl von
heißen Trockenperioden (Dauer >20 Tage, Tageshöchsttemperaturen > 25 °C) nimmt zu.
Für das Jahr 2050 liegt die Prognosespannbreite der Grundwasserneubildung zwischen rund
60 mm/a und rund 135 mm/a. Bis zum Jahr 2100 liegt die Prognosespannbreite dann
zwischen rund 50 mm/a und rund 140 mm/a.
Temporäre, lokale Veränderungen der Verfügbarkeit: Zunahme Trockenwetterphasen und
Hitzetage (…)
Temporäre Nassphasen und Zunahme von Starkregenereignissen: Die Klimaprognosen
prognostizieren übereinstimmend für Hessen eine Zunahme der Winterniederschläge und eine
Abnahme der Sommerniederschläge. Gleichzeitig wird die Variabilität der Niederschläge (in
Bezug auf Häufigkeit und Intensität) zunehmen. So kann es auch zu temporären Nassphasen
mit hohen Grundwasserständen und entsprechenden Nutzungskonflikten kommen.
Quelle:
https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/leitbild_integriertes_wasserresso urcen-management_rhein-main.pdf

 

Der Antrag wurde angenommen.