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Pressemitteilung zum Dringlichkeitsantrag "Unterstützung und Solidarität mit Marlene Förster und Matej Kavcic"

Am 11.5. demonstrierten ca. 150 Menschen auf dem Friedensplatz für die Freilassung der im Irak inhaftierten ehemaligen Darmstädterin Marlene Förster und ihres Journalisten-Kollegen Matej Kavčič. Dabei wurde kritisiert, dass aus der Darmstädter Politik bisher noch keine hörbare Unterstützung für das Anliegen geäußert wurde. Diese Kritik haben wir zusammen mit der SPD, mit der UWIGA/WGD und der Stadtverordneten Mandy Neumann zum Anlass genommen, einen Dringlichkeitsantrag einzubringen, der die Forderungen der Demonstration aufgreift.


Die engagierte Recherche der beiden Journalist*innen gilt der gesellschaftlichen Entwicklung und der aktuellen Situation der Jesidinnen und Jesiden in der irakischen Region Sinjar, die im Jahre 2014 von der Vernichtung durch den sogenannten Islamischen Staat bedroht waren und in deren Gebiet auch heute noch kein Frieden eingekehrt ist. Die beiden mutigen Reporter*innen sind bei dem Versuch, Informationen über die bedrängte jesidische Gesellschaft an die Öffentlichkeit zu bringen nun selber in Bedrängnis geraten. Wir finden, dass sie dafür Respekt und Solidarität verdient haben.

Marlenes in Darmstadt lebende Mutter Lydia Förster, weitere Angehörige und Freund*innen leben seit Wochen in großer Sorge. Wir möchten, dass die Stadtverordneten ihnen symbolisch zur Seite stehen und Mut zusprechen. 

Die wesentliche Forderung des Antrags ist die Freilassung der beiden inhaftierten Journalist*innen. Das Außenministerium soll gebeten werden, sich mit hoher Priorität für dieses Ziel einzusetzen.

Die antragstellenden Fraktionen hoffen auf eine breite Mehrheit für ein politisches Signal aus Darmstadt, damit weiter Druck auf die irakischen Behörden ausgeübt wird, die Pressefreiheit zu achten und die Inhaftierten endlich ihre Freiheit zurück zu geben.