Kleine Anfrage "Abbau der Rolltreppe an der Holzstraßenbrücke"
Die Rolltreppe zur Brücke über die Holzstraße soll abgebaut werden, da sie selten in Betrieb sei und somit kaum Nutzen für mobilitätseingeschränkte Menschen habe. Die Betriebs- und Instandhaltungskosten stünden nicht in angemessenem Verhältnis zum Nutzen.
Von der Kreuzung Kaplaneigasse/Altstadtanlage hinter der Stadtbibliothek läuft man über die Brücke ca. 230 Meter zum Marktbrunnen. Wenn die Holzstraßenbrücke für mobilitätseingeschränkte Menschen nicht mehr zur Verfügung steht, verlängert sich die Strecke auf ca. 340 Meter (via Unterführung am Liebig-Haus) oder auf 360 Meter (via Würthweg). Somit haben die Betroffenen, die aus Richtung des nördlichen Woogsviertels zum Marktplatz laufen wollen, einen deutlichen Umweg zurückzulegen. Sie haben mehr als andere unter der Fehlplanung des Cityrings zu leiden, der die Innenstadt von den Wohnvierteln abschneidet. Sie werden die neu gestaltete Altstadtanlage auf ihrem Weg nicht nutzen können.
Ich frage den Magistrat:
1.
In welchen Zeiträumen (ersatzweise: an wievielen Tagen) stand die Rolltreppe in den
Jahren 2024 und 2025 nicht zur Verfügung?
2.
Wie hoch waren jeweils die Betriebs- und Instandhaltungskosten in den Jahren 2024 und
2025?
3.
Wurde geprüft, die bisherige Rolltreppe durch einen Aufzug oder eine technisch verbesserte/überdachte Außenrolltreppe zu ersetzen? Wenn ja, warum wurde diese Option verworfen?
4.
Welche alternative Wegebeziehung sieht der Magistrat für mobilitätseingeschränkte Menschen aus dem nördlichen Woogsviertel vor, die sich bisher über die Lindenhofstraße direkt und verkehrsberuhigt in die Innenstadt bewegen konnten?
5.
Ein ebenerdiger Fußgängerüberweg mit Ampel auf Höhe der Schustergasse wäre
möglich, wenn die Ampelphasen der Hügelstraße mit dem Straßenbahnverkehr
zusammengeschaltet werden könnten. Wurde eine solche Alternative erwogen, und
wenn ja, was spricht dagegen?
