Antrag "Dran bleiben für sprudelnde Trinkbrunnen"
abgestimmt auf der StaVo am 05.11.2026, eingereicht gemeinsam mit Volt & Bündnis 90/Die Grünen
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Am Bärbel-Six-Platz im Süden Eberstadts einen Trinkbrunnen zu installieren.
- Der Punkt 78 "Verzicht auf Bau/Inbetriebnahme weiterer Trinkbrunnen" des laufenden und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Haushaltssicherungskonzepts (HSK)
zum Doppelhaushalt 2025/2026ff wird aufgehoben. - Zugleich werden Magistrat und Verwaltung aufgefordert, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Bau und Betrieb von Trinkbrunnen kosteneffizienter als bisher und technisch so einfach wie möglich voranzubringen. Der Magistrat wird gebeten, über die Fortschritte 12 Monate nach Beschlussfassung zu berichten.
Begründung
Jugendliche aus Eberstadt haben sich in einem Beteiligungsgespräch für einen Trinkbrunnen in Eberstadt-Süd ausgesprochen. Der Bärbel-Six-Platz ist zentraler Aufenthaltsort für junge Menschen zum Treffen und Sporttreiben und wird hoch frequentiert. Gerade in Quartieren mit vielen Kindern und Jugendlichen ist es sehr sinnvoll angesichts der sich rasant wandelnden Temperaturen mit starken Hitzewellen ausreichend kostenfreies Trinkwasser vor Ort vorzuhalten und zur Verfügung zu stellen. Ein Trinkwasserbrunnen ist von daher eine wichtige Ergänzung der Infrastruktur im Eberstädter Süden.
Spätestens der epochale Hitze- und Dürresommer 2026 führt zu einer grundlegenden Neubewertung von Klimaanpassungsmaßnahmen. Trinkbrunnen haben sich dabei bewährt und werden von der Bevölkerung nicht nur gerne angenommen, sondern aktiv gefordert. Dem gegenüber steht eine gewisse Skepsis insbesondere gegenüber den Betriebskosten aufgrund sehr hoher hygienischer Anforderungen in Deutschland. In der Abwägung kann dies jedoch kein Grund mehr sein, auf neue Trinkbrunnen zu verzichten - zumal das HSK hier eine relativ geringe Ersparnis von 33.000€/a ansetzt.
Um jedoch weiter haushalts- und kostensensibel vorzugehen, werden Magistrat und Verwaltung ausdrücklich ermutigt, Systeme zu testen und zu nutzen, die in Bau und Betrieb möglichst einfach und günstig sind. Es sei hier daran erinnert, dass ein Wasserspender im Kern ein öffentlich zugänglicher Wasserhahn bzw. Druckknopf ist. Dem muss man sich mit dem Ziel möglichst stark annähern, die Zahl der Trinkbrunnen in Darmstadt mit vertretbarem Aufwand zu steigern.
- Zustimmung: Die Linke & Tierschutzpartei, Grüne, Volt, KADA
- Ablehnung: AfD, CDU, FDP, SPD, UFFBASSE
Der Antrag wurde inklusive des Ergänzungsantrags von KADA angenommen.
