Redebeiträge
Rede von Tamara Hanstein vom 24.06.2025 – Neubau Informationszentrum Mathildenhöhe und Nutzung Freiflächen durch Osthang e.V.
zu 2025/0180 Neubau Informationszentrum UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe und Durchführung eines Planungswettbewerbes zur Gestaltung der Freianlagen und 2025/0181 Nutzung der Freiflächen westlich des Kunstdepots durch den Verein Osthang e.V. für das Nachfolgeprojekt Osthang-West
Schön, dass Sie unserem Antrag vom 27. November letzten Jahres nun doch nachkommen und der OHA e.V. nun eine neue Fläche bekommt, obwohl die meisten der hier Anwesenden vor einem guten halben Jahr noch dagegen stimmten.
Die neue Fläche im PaMo-Viertel ist deutlich kleiner, schlechter erreichbar und dass Menschen zufällig vorbeikommen und so die Aktivitäten des OHA e.V. entdecken, wird hier wohl auch nicht mehr passieren. Aus meiner Sicht ist es symptomatisch für die Kulturpolitik dieser Stadt, dass die nicht-kommerzielle Kultur, die Kultur, die neue Schätze schafft, statt nur Status zu symbolisieren, an den Rand der Stadt gedrängt wird.
Trotz alledem möchten die Menschen vom OHA e.V. die Chance nutzen endlich etwas dauerhaftes aufzubauen und dabei unterstützen wir sie natürlich und stimmen der Vorlage zu.
Lieber wäre es ihnen und auch uns, sie könnten an der Mathildenhöhe bleiben und zumindest die Flächen rund um das an dieser Stelle vermeidbare Informationszentrum bespielen. Und es gab ja bereits viele Versprechungen den OHA e.V. weiter an der Mathildenhöhe einzubinden. Viele Versprechungen, keine Beschlüsse und ob die Gestaltung der Freiflächen rund um das Informationszentrum eine Bespielung durch den OHA e.V. ermöglicht, ist auch noch nicht gewährleistet.
Dementsprechend befürworten wir den Antrag von UFFBASSE gemeinsam mit dem OHA e.V. ein Konzept für die kulturelle Nutzung der Freiflächen zu entwickeln und in allen Aspekten sicherzustellen das der OHA e.V. auf der Mathildenhöhe immer wieder Veranstaltungen durchführen kann.
Was wir weiterhin nicht befürworten, ist der Bau des Informationszentrums als Betonklotz und an dieser Stelle, nicht nur wegen des OHA e.V. oder zusätzlichen Versieglung, dieses Informationszentrum verschlingt einfach so viele Millionen, die der Stadt bei anderen Projekten fehlen.
