Redebeiträge

Rede von Tamara Hanstein vom 25.09.2025 – Gemeinsamer Nahverkehrsplan

Tamara Hanstein

zu 2025/0242 Gemeinsamer Nahverkehrsplan für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg 2025 ff., Stufe 1 von 2

Ein neuer Nahverkehrsplan ist wichtig und es wird auch langsam mal Zeit Ein Neuer, wäre doch, wenn der Alte nicht verlängert worden wäre, bereits im vergangenen Jahr in Kraft getreten.

Nun ist die aktuelle Vorlage nur Phase eins von zwei, aber damit nicht unwichtig, weil neben dem Status-Quo auch die Ziele definiert werden. Doch dieser Nahverkehrsplan steht auf einer Datengrundlage, über die man zumindest noch mal reden sollte und ich zitiere aus der Antwort auf meine kleine Anfrage vom 12. Mai: 

"Eine Fahrgastzählung explizit für den Nahverkehrsplan ist nicht vorgesehen. Es wird auf die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung, der Simulation aus dem Hause ioki sowie auf vorliegende Zählungen zurückgegriffen."

Nun diese vorliegenden Zählungen, also die letzte Erhebung fürs Rhein-Main-Gebiet waren soweit ich weiß 2014, ich weiß nicht vielleicht hat sich in den letzten 10 Jahren ja irgendwas an den Verkehrströmen geändert? Aber wir bauen unseren Nahverkehrsplan darauf auf.

Das zum Methodischen, nun noch mal zu Inhalt.

Wir wissen alle, dass wir noch ein paar Haltestellen haben, die nicht barrierefrei sind, schlimm genug. Darunter sind aber auch noch einige Innenstadtshaltestellen und trotzdem gilt entsprechend des neuen Nahverkehrsplans "Die Innenstadt als umsteigefrei vom ÖPNV erschlossen, wenn Luisenplatz, Mathildenplatz, Schloss ODER Willy bedient wird" Das heißt wenn ein Bus oder eine Straßenbahn am Lui und Willy hält oder auch nur an einem von beiden, ist die Innenstadt erschlossen, aber für Barrierefreiheit muss man wohl früher austeigen, oder eben einmal durch die Innenstadt fahren und dann wenn man diese wieder verlassen hat, an einer anderen Haltestelle aussteigen.

Bezüglich des vorliegenden Antrags sei nur gesagt das der Mathildenplatz tatsächlich eine barrierefreie Haltestelle der Innenstadt ist, der Friedensplatz müsste erst wieder Umgebaut werden um barrierefrei zu werden. Der Mathildenplatz hat andere Probleme. Aktuell halten dort ausschließlich Regionallinien, so dass eine Person nicht einfach umsteigen kann, um zu einem städtischen Ziel zu kommen, aber das lässt sich ändern. Ein barrierefreier Weg zwischen den Haltestellen wäre dann aber auch noch schön.

Aber zurück zum Nahverkehrsplan: Auch andere Umsteigehaltestellen, wie z.B. der Nordbahnhof oder das Böllenfalltor sind nicht barrierefrei ausgebaut, aber ja Herr Wandrey ich habe verstanden das der barrierefrei Ausbau nicht Teil des Nahverkehrsplans ist, aber dann muss ein Ziel dieses Nahverkehrsplans sein, die Linien so verknüpfen, dass sie zu jeder Tages und Nachtzeit und an jedem Tag eine barrierefreien Umstiegt und ein barrierefreies erreichen der Innenstadt gewährleitest ist.