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Radfahrers Lust und Leid

Norbert Schneider

Gute Gründe machen das Fahrrad attraktiv: Jeder Autofahrer weiß, dass seine Karosse im Stadtverkehr zum Schluckspecht wird. Und der Gesundheit kommt es auch zugute. Darum steigen immer mehr Menschen gerade innerhalb der Stadt aufs Rad um.
Der Umweltschutz drückt auf das Gewissen und die hohen Kraftstoffpreise auf die Geldbörse. So ist es kein Wunder, dass die geordneten Radabstellflächen in Darmstadt oft völlig unzureichend sind. Besonders am Weißen Turm, vor dem Luisencenter oder in dessen näherer Umgebung gibt es erhebliche Abstellprobleme.
Oft stehen viele Fahrräder wegen Überbelegung der Abstellplätze irgendwo in der Stadtlandschaft. Die wird ohnehin zunehmend zur Slalomstrecke durch Ladeverkehr und Straßencafés. Das ärgert auch die Fußgänger, die Fahrräder können nicht ordentlich gesichert werden oder fallen um und werden beschädigt. Sollte Radfahren in Darmstadt politisch gewollt sein, muss es auch genug Abstellmöglichkeiten geben. Diese sollten einfach zu handhaben und vielfältig zu nutzen sein. Wenn schon die Stelle des Radwegeplaners gestrichen wurde, kann der kompetente Fahrrad-Club ADFC weiterhelfen.
Rissige und löchrige Radwege sind Fahrradfahrers Qual, Stellen mit beängstigenden Abbiegesituationen, wie zum Beispiel an der Ecke Rheinstraße auch Neckarstraße. Plötzlich wieder endende, zu kurze Radwegabschnitte wie in der Pallaswiesen- und der Heinrichstraße sind weitere Probleme, die hier nur angerissen werden können. Ein besonderes Ärgernis ist die neue Ampelanlage vor der Post am Hauptbahnhof. Wer noch zum Zug will, wird zur Missachtung gezwungen.

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