Pressemitteilung: "Kinderärztlicher Notdienst Darmstadt: Warum schweigt die Landesregierung?"

Kinder und Jugend

Anlässlich der drohenden Schließung des Kinderärztlichen Notdienstes in Darmstadt erklären Christiane Böhm, Landesvorsitzende und südhessische Landtagsabgeordnete der hessischen LINKEN, sowie Maria Stockhaus, Stadtverordnete und Direktkandidatin im betroffenen Landtagswahlkreis:

„Seit Jahren mehrt sich die Kritik an den Bereitschaftsdienstzentralen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) und die Landesregierung wiegelt jede Frage an die eigene Verantwortung ab. Verkürzte Öffnungszeiten und Schließungen dieser wichtigen Steuerung der Patientinnen und Patienten gibt es in ganz Hessen. Deshalb ist es an der Landesregierung zu intervenieren und den gesetzlichen Auftrag der KVH durchzusetzen. Weiterhin geht es darum, dass Eltern große Probleme haben eine Kinderarztpraxis zu finden. Hier ist Sozialminister Klose als Fachaufsicht gefragt.“

Maria Stockhaus, LINKE-Direktkandidatin im Darmstädter Wahlkreis 49, ergänzt: „Das Angebot des Kinderärztlichen Notdienstes ist wichtig für die Versorgung in Darmstadt. Als junge Mutter weiß ich, dass der Notdienst gute Arbeit leistet und vielen Eltern und Kindern in Notlagen hilft. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, dass die Kündigung zurückgenommen wird und der Fortbestand gesichert wird. Wir brauchen eine Lösung im Sinne der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien. Ich erwarte, dass sich alle an einen Tisch setzen, um die Versorgung zu stabilisieren und eine gute Lösung zu erarbeiten.“ Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, der ja die aktuelle Auseinandersetzung verursacht habe, müssten auch die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessert und die Ausbildungskapazitäten erhöht werden.

Hinweis: DIE LINKE. im Hessischen Landtag hat gestern dazu eine Kleine Anfrage eingereicht. Diese findet sich im Anhang.